War Gerhard Ittner ein V-Mann?

Er bezeichnete sich als „Sachwalter des deutschen Reiches“ oder als „Frankenführer“. In der Außenwirkung war Gerhard Ittner ein Neonazi der durchgeknalltesten Sorte. In einem Traktat gegen Multikulti plädierte er beispielsweise für die „Rückführung volksfremder Arten“, um dann ausführlich zu erklären, warum das für Kartoffeln und Tomaten nicht gilt.

Der letzte öffentliche Auftritt im Jahr 2005: Vor Gericht nannte er sich selbst einen „Nationalsozialisten“. Doch als Ittner (rechts) merkte, dass Haft droht, setzte er sich ab.

In Nürnberg plante er eine Nazidemo zur Christkindlesmarkteröffnung, gleichzeitig gründete er auch die „Bürgerinitiative Ausländerstopp“, die derzeit zwei Sitze im Stadtrat hat.

Neonazi Gerhard Ittner setzt sich nach Portugal ab - Besser als Knast so der Nationalsozialist

Neonazi Gerhard Ittner setzt sich nach Portugal ab – Besser als Knast so der Nationalsozialist

Neonazi Gerhard Ittner setzt sich nach Portugal ab – Besser als Knast so der Nationalsozialist.

Diese Gruppierung hat sich von ihrem Gründer längst distanziert. Schon als Ittner vor sieben Jahren untertauchte, wurde behauptet, er sei ein V-Mann und habe vom Verfassungsschutz eine neue Identität erhalten. Eine Reihe von Ungereimtheiten, zum Beispiel, dass Ittners Haftbefehl damals außer Vollzug gesetzt worden war, was ihm letztlich erst die Flucht ermöglichte, nährten solche Gerüchte.

Ganz offensichtlich wurde auch nicht viel unternommen, um den per internationalen Haftbefehl gesuchten Neonazi zu fassen. Mal meldete der sich aus dem Iran, mal aus Argentinien mit kruden Elaboraten, die aber höchstens noch in abseitigen Neonazi-Zirkeln zur Kenntnis genommen wurden. Die Öffentlichkeit hatte den Nazi-Aktivisten längst vergessen. Dann tauchte sein Name aber in Zusammenhang mit den NSU-Morden auf. Auf einmal musste doch agiert werden. Der 54-Jährige wurde in Portugal gefasst und den deutschen Behörden übergeben.

Neonazi Gerhard Ittner alias Richard Wilhelm von Neutitschein

Neonazi Gerhard Ittner alias Richard Wilhelm von Neutitschein

Jetzt böte sich immerhin die Chance, mehr über die fränkische Naziszene und das Wirken des Verfassungsschutzes zu erfahren. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass Ittner nicht weiter nur verquastes Nazi–Geschwurbel von sich gibt.

War Gerhard Ittner ein V-Mann?

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5 Antworten zu “War Gerhard Ittner ein V-Mann?

  1. Möglicherweise sollte man Herrn Ittner mal fragen, was aus seiner vollmundig angekündigten „Operation Feuersturm“ geworden ist.
    Aber anscheinend kann man, wenn man seinen „feuersturm“ schön langsam, also Seite für Seite „verbrennt“, ganz locker mal 7 Jahre Urlaub im Warmen machen und die Leute weiter mit seinem unsäglich blöden Geschwätz traktieren.

    • Seine angeblich unter den „Pseudonym“ Richard Wilhelm von Neutitschein verfaßten Texte halte ich weniger für blödes Geschwätz, und so können sie auch nicht von Gerhard Ittner stammen. IntelliGENz steht zwar nicht ins Gesicht geschrieben, doch die Lebenspraxis graviert sich mit zunehmendem Alter durchaus in die Gesichtszüge ein.

      Herr Ittner sieht nicht gerade verwittert aus, aber durchaus verittnert. Was nicht dasselbe sein muß wie verbittert – bei den BKA-Besoldungsgruppen gibt es auch keinen Grund dazu.

      Für einen neutralen und galanten BMW der 7er-Serie, der „auch zur privaten Verwendung“ überlassen wird plus zahlreiche Zuwendungen im Briefumschlag gibt’s auch keinen Grund zur Klage.

      Der Rest ist Inszenierung. Jetzt hat DIE VERWALTUNG wieder ihr „Thema“, nach der Schauspielerei um das „Mordtrio“ aus Zwickau. Die Aufklärungsquote für Kapitalverbrechen liegt bei 100%.

      Die angeblichen Morde gehören aber alle ins Umfeld der Drogenmafia oder der Geschäftsfelder Prostitution, Menschenhandel, Glücksspiel, Drogen usw. Das haben üblicherweise die Hells Angels rund um den Rechtsanwalt Götz von Fromberg und seinem Kanzleikollegen Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder in Hannover unter Kontrolle oder ihre Gegenspieler, die Bandidos. Selbstverständlich gibt es noch andere 1%-Gruppen… Outlaws eben.

      Wenn Morde nicht aufgeklärt werden, dann, weil sie nicht aufgeklärt werden dürfen, weil sich die Zugehörigkeiten zur Polizei und zu den Outlaws überschneiden.

      Der eine ist klamm wegen seiner Villa, der andere hat umfassende Rotlichtneigungen usw.

  2. Bischof WIlliamson steht erneut vor “Gericht”

    http://www.propagazzi.com/html/volksverhetzung_130_stgb.html

    Wegen “Holocaustleugnung”. Der rabiate Bischof, der selbst vor dem “Papst” Benedikt XVI. nicht zurückschreckt, soll die Existenz der Gaskammern geleugnet haben.

    Deswegen fordert der Zentralrat nunmehr seine “härteste Strafe”, da nach Auffassung des Zentralrates mindestens 6,1 Millionen Juden in Europa ermordet worden sind. Den Beweis für den persönlichen Befehl Adolf Hitlers konnte der Zentralratsvorsitzende Shlemihl Ben Zwi aber nicht erbringen: “Wir brauchen auch keine Beweise herbeibringen, weil wir Juden sind.”

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